Reisebericht Motorradausflug nach Frankreich Frühjahrsfahrt 2003

Dieses Jahr hatten wir wohlwissend unsere Route-Napoleon-Tour nach Ostern verlegt, was sich im Nachhinein als ganz guter Entscheid erwies. Wir, das sind Stifu, Barum und Otter. Um es vorweg zu nehmen: Bei Töfffahren ist wichtig, dass es nicht regnet. Und das hat es auch getan (ich meine nicht geregnet). Was an Ostern nicht der Fall war (ich meine an Ostern hat es ja geschüttet wie aus Kübeln.

Also ganz der Reihe nach. Am Donnerstag Morgen des 1. Mai um 10 Uhr war Treffpunkt in Spiez. Barum, noch ganz übernächtigt nach seiner Überfahrt von Köln in der vergangenen Nacht, mit seiner Moto Guzzi 1100 Sport, Stifu mit seiner Ducati Monster 900 und Otter mit der Suzuki 900 RF brachen also auf zu neuen Ufern.

Via Zweisimmen über den Col des Mosses nach Aigle, Martigny, Col de la Forclaz nach Chamonix, Albertville. Weiter kamen wir nicht. Kurz nach Albertville meldete sich bei Barum die Oeldrucklampe an der Guzzi. Also den Pannenstreifen anpeilen und mal den Ventildeckel abschrauben und Anlasser drehen. Tatsächlich, kein Oel sprudelt aus den Leitungen, es ist leider nicht die Oeldrucklampe die spinnt, sondern tatsächlich etwas am Oelsystem. Via die orange Notrufsäule wird der Pannendienst avisiert. Das Fräulein meint „nous sommes la dans 20 minutes“. Na ja, wer’s glaubt, dachten wir. Aber die Franzosen sind schnell, sauschnell. Nach genau 18 Minuten war der Abschlepper vor Ort und lud die Guzzi auf bis zur nächsten Garage.

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Unter anderem ging uns auch noch das Benzin an der Guzzi aus....
..... Das hat dann meiner Kamera den Rest gegeben......

Da es in der Zwischenzeit schon am eindunkeln war und wir noch kein Hotel hatten, gingen wir mal auf die Suche nach demselben. Es fand sich ein „Formule 1“ Hotel in der Nähe. Dies ist ein Hotel in Modulbauweise, gebaut für einmal zu übernachten. War gar nicht schlecht, auch das petit dejeuner war gut, und das alles für 20 Franken pro Person.

Da war dann die Reparatur der Guzzi am nächsten Tag schon etwas teuer. Wir zerlegten fast den halben Motor, als Barum feststellte, dass sich der Oelfilter gelöst hatte und in der Folge der Oeldruck zusammensackte. Also gut, Schaden behoben (wir durften die Örtlichkeiten und das Werkzeug des freundlichen Garagisten gebrauchen) ging’s dann am Nachmittag weiter nach Grenoble.  

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Von dort ging es dann auf die berühmte Route Napoleon. Trotz zügiger Fahrweise feuerte uns die französische Polizei am Strassenrand noch an. Vive la France. Da machen auch die Autofahrer sofort Platz, wenn ein Motorrad von hinten auftaucht. So macht fahren Spass.

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Sisteron an der Route Napoleon


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Und da lief es wieder wie geschmiert, kurz vor Grasse

Am dritten Tag erreichten wir dann das Meer. Wunderbar warm war es in Antibes bei Cannes. Das Meer lud mit seinen 17 Grad Temperatur zur Abkühlung (brrrrrrrr) ein. Sogar ein Morgenbad im Meer liessen wir uns nicht nehmen.

Da die Franzosen gleich ein verlängertes Wochenende am 1. Mai anhängten war auch ganz was los.

Am Montag mussten wir schon wieder auf die Rückreise. Das Ziel war das Hotel de la Poste in Corps (liegt zwischen Gap und Grenoble). Hier ist ein französicher Spitzenkoch am Werk und zu einem himmlischen Nachtessen genossen wir einen Chateauneuf du Pape. Der Chartreuse erwies sich im Nachhinein als nicht der optimale Aperitif, was sich schon am Gesichtsausdruck des Kellners bei der Bestellung abzeichnete.

Am Dienstag frühmorgens fuhren wir dann wieder los Richtung Schweiz.

Es war ein ganz toller Ausflug ging so nach 1700 wunderbarer Landstrassen-Kilometern unfallfrei zu Ende.

 

Otter

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