Inselhüpfen Kroatien
Herbst 2004


1.
Tag
Um
8.15 kommen wir in Jablanac bei der Fähre an – wir werden erst nach
10.30 mitgenommen und davor von der Bora ordentlich zerzaust – Ankunft auf der
falschen Seite im Hafen von Rab – nach einer Taxiaktion landen wir
schliesslich bei unserer „Vila“ mit Kapitän Damir und beschliessen, gleich
aufzubrechen. Start um 15.30 nach Tovarnele (Pag). Anschliessend Velotour
Tovarnele – Novalja mit einer Feigenpause. In Novalja geht’s gleich
weiter nach Mandre. Mandre erwartet uns mit einem herrlichen
Sonnenuntergang und die Crew mit einem guten Abendessen. Davor gab’s noch
Stretching mit Heidi. Mit einer Vorstellungsrunde beschliessen wir den ersten
gemeinsamen Tag.


Karte von Kroatien
Überfahrt zu der Insel Rab

Feigenpause auf der Insel Pag
Sonnenuntergang in Mandre (Insel Pag)
2.
Tag
Nach
dem Frühstück geht’s weiter zur Insel Losinj. Kurz vor dem Ziel suchen wir
einen Badeplatz ohne Quallen. Um 16.00 Uhr starten wird mit dem Velo von Mali
(klein) Losinj nach Veli (gross) Losinj. Die erste und
letzte Reifenpanne erwischt uns. Mit einer netten einheimischen Hilfe ist der
Schaden schnell behoben. Um 18.30 bietet uns Riva einen Stadtspaziergang unter
der Führung von Roland an. Unter den Habsburgern wurde Mali Losinj ein
Luftkurort und bis zur der Erfindung des Dampfschiffes eine führende Stadt im
Mittelmeerraum für den Schiffbau. Zu Abend essen wir im Treffpunkt der Skipper
– dem Baracuda – einem gehobenen und bekannten Lokal für Fischspezialitäten.


Überfahrt zur Insel Losinj
Ankunft in Mali Losinj

Mali
Losinj
Veli Losinj
3.
Tag
Nach
dem Frühstück Velofahrt von Mali Losinj – Cunski – nach Nerezine.
Dort parken wir unsere Räder bei einem älteren Ehepaar aus Bayern. Dann
bezwingen wir den Televrina über den „Felsenweg“ (2 Std.). Auf dem
Gipfel geniessen wir das herrliche Wetter und die Aussicht. Auf dem „Waldweg“
steigen wir ab. Auf dem ganzen Weg gab's kein frisches Wasser. Umso dankbarer
waren wir, als uns das bayrische Paar ihre Küche öffnete und wir Wasser tanken
konnten.
Wenig
später erreichen wir mit dem Velo Osor, trinken Kaffee im einzigen noch
offenen Kaffee. Um 17.00 Uhr erleben wir „zufällig“ die Drehbrücke von
Osor und nach dem Abendessen unterhalten wir ganz Osor und mit unseren
Kommentaren und Ausrufen beim Spielabend mit sehr guter Stimmung.

Aufstieg auf den Televrina
Ausblick vom Televrina


Blick nach Osor
Drehbrücke von Osor
4.
Tag
Heute
Morgen ist der Televrina in dunklen Nebel gehüllt. Eine Besteigung wäre nicht
mehr möglich... Von Osor geht’s mit dem Velo weiter nach Podolice bis Belej.
Dort trennt sich die Gruppe. Die eine fährt über Hrasta nach Vrana
zum Aussichtspunkt über dem Süsswassersee und zurück über Hrasta nach
Martinscica zum Schiff. Die andere Gruppe kauft in Belej Honig vom Imker und fährt
über eine holprige, aber schöne Bikerstrecke über Stivan zum Hafen Martinscica.
Dann fahren wir mit der Vila der Küste von Cres entlang bis zur blauen Bucht
unterhalb von Lubenice (Piratennest). Wetter und Meer sind zwar schön, dürften
aber etwas wärmer sein. Nur vier wagen es mit wasserdichten Stirnlampen
bewaffnet in die Grotte zu schwimmen und kehren total begeistert zurück.
Dann
fahren wir weiter nach Valun und 3 Verwegene besuchen mit ihren Bikes das
Piratennest (Lubenice), ein steiler Aufstieg (in 7km auf 350 m Höhe).
Ein lohnenswerter Einsatz, der mit der Weiterfahrt nach Cres kombiniert werden könnte
als Ersatz für die Tour von Osor nach Martinscica.
Von
Valun nach Cres fahren wir heute mit dem Schiff und schlagen dort unser
Nachtlager auf. Die Stadt gefällt – es gibt weniger Schlaf auf dem Schiff!


auf der Fahrt... mit Velo und Schiff


Ankunft in Valun
Aufstieg nach Lubenice...


Lubenice... das Piratennest...



Aussich von Lubenice
5.
Tag
Wir
haben uns entschieden, von Cres direkt nach Krk zu fahren. Zwischen Cres und
Porozine treffen wir an der Westküste von Cres auf 5 oder 6 Delphine. Sie geben
uns eine perfekte Vorstellung. Zwei tauchen elegant unter dem Bug unseres
Schiffes durch. Auch für den Kapitän war es eine der ganz seltenen
Vorstellungen. In Glavotok landen wir gegenüber dem Franziskanerkloster
auf der Insel Krk und erleben den ersten leichten Regen, können aber
nach einem Picknick auf dem Schiff die Velotour über Milohnici – Vrh –
Bajcici – Strilcici – Milovici nach Malinska anschliessend
machen. Da der Reiseleiter sich für neue Touren entschieden hat und wenn möglich
die Hauptstrassen meidet, frage er sich des Öfteren nach dem Weg, um keine Umwege
zu machen. Die Leute sind sehr freundlich, können oft auch ein wenig Deutsch. Wo
immer möglich, machen wir Halt bei wilden Feigenbäumen und geniessen die Früchte.


Unterwegs auf Krk
6.
Tag
Wir
starten um 10.30 Uhr von Malinska Richtung Silo: Marsici – Gabonjin –
Kras – Dobrini (eine der Festungs- und Fürstenstädte von Krk mit eindrücklicher
Aussicht), dann weiter über Risika nach Vrbnik, einer sehr schönen,
gut erhalten Altstadt an der Küste zum Festland, die zum Greifen nahe wirkt.
Einige probieren Zlahtina, den berühmten honigfarbenen Weisswein dieser Gegend.
Wieder auf schönen Nebenwegen überqueren wir die Insel durch Garica zur
Hauptstadt Krk. Noch eine faszinierende Altstadt. Wahrscheinlich war dies
die schönste Velotour auf der ganzen Freizeit.


Vrbnik


Der Hafen von Krk
7.
Tag
Nach
einem kurzen Stadtspaziergang durch Krk fahren wir ohne Reiseleiter über Malmasuta
– Draga Bascanska – Jurandvor nach Baska. Unser Reiseleiter bleibt
auf dem Schiff, weil die Kette seines Bikes in den letzten Zügen ist. Mit dem
Schiff hat er auch eine Panne und wir warten auf dem höchsten Punkt der Strecke
auf das Okay zur Weiterfahrt (Verständigung per Natel, das jemand „zufällig“
einschaltet...). Schliesslich landen wir doch noch alle wohlbehalten in Baska
und freuen uns an dem ausserordentlich schönen Hafenstädtchen. Gegen Abend
brechen wir mit der Vila bei schönstem Wetter zur Insel Grgur auf. Bis
in die Zeit von Tito war hier ein Frauengefängnis stationiert gegenüber der
Insel Goliotok, wo die Männer gefangen gehalten wurden. Auch die dritte Insel
in dieser Gruppe – Prvic – ist fast völlig kahl und wirkt wie eine
Mondlandschaft. Der Kapitän hat uns diese Insel vorgeschlagen, weil wir unseren
letzten Abend an einem Lagerfeuer verbringen wollten. Das gelingt tatsächlich
und die Crew sitzt bis zuletzt bei uns, obwohl sie fast nichts verstehen.


Mittagessen und warten auf die Nachricht wegen
der Panne am Schiff
In Baska ging es dem Schiff wieder gut...


Wieder auf dem Schiff, mit Otmar
8.
Tag
Nach
der Überfahrt mit dem Schiff zur Insel Rab, landen wir in Lopar und fahren
bei Bilderbuchwetter mit den Velos über Supertarska (dem Wohnort unseres
Kapitäns) – Gomar (Geschicklichkeitsparcours direkt am Meer...) – Kampor
– Barcici – Palit nach Rab. Unser Reiseleiter versucht die Gruppe für
eine Stadtführung in Rab zu begeistern, aber es bleibt bei den „4 Türmen“...
Um
16.00 Uhr werden wir vom Bus an der richten Stelle abgeholt.


Auf der letzten Fahrt nach Rab


Rab mit den 4 bekannten Türmen
...muss natürlich fotografiert werden...


Noch einmal...

Rab hat auch einen Hafen...


Nun
haben wir die Türme gesehen und können nach Hause gehen
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