Reisebericht Ostertour
nach Südfrankreich 2001, von Barum, Stifu und Otter
Geschrieben
von Otter, besten Dank!
1.
Tag.
Am
Donnerstag, 12. April 2001 starteten wir, Stifu, Barum und Otter, bei
zweifelhafter und eher kühler Witterung nach dem Mittag mit den Motorrädern
(2xDuc mit Conti, 1x Sugi mit Yoshimura) Richtung Südfrankreich.
Ohne Regen ging es Richtung Bern, Genf, Grenoble auf die Route Napoleon
nach Corps. Bereits nach 200 km hatte Barum an seiner Duc den ersten Defekt zu
reparieren: Die Schraube des Schalthebels hatte sich selbständig gemacht und in
der Folge wurde mit Schnur der Schaden behoben.
Total 400 km an diesem Tag.

Route Napoleon (v.l.n.r Stifu mit Duc
Mille MHR, Otter mit Suzuki RF900 und Barum mit Duc 900SS)
Napoleon hätte wohl den roten Bolognia Renner seinem Gaul vorgezogen
In
Corps gastierten
wir im Hotel de la poste (FF 550 pro Nacht), wo wir ein vorzügliches, französisches
Nachtessen erster Klasse und dazu einen noch vorzüglicheren Chateaunef du Pape
genossen. Die kostbaren Motorräder konnten wir neben einem noch edleren
Maserati über Nacht in der hoteleigenen
Garage parkieren. Auch das Sprudelbad funktionierte nach einem zweiten
Anlauf zur vollen Zufriedenheit von Otter.
2.
Tag, Karfreitag
Bei
eher kühlen 4 Grad am Morgen ging es weiter südwärts über Gap und Grasse
nach St. Raphael. Bis Gap war das Wetter bewölkt, danach zeigte sich nur noch
die Sonne. Vor Grasse tappten wir voll in eine Polizeikontrolle. Nein, nicht
etwa die Geschwindigkeit wurde kontrolliert; es war eine Alkoholkontrolle und
das um 16 Uhr Nachmittags! Die spinnen, die Franzosen. Nach 320 km kamen wir in
St. Raphael an.

Kurz vor St. Raphael am Meer
Danke Barum, dass Du vor der Sugi sitzt...
Im
St. Raphael gastierten wir im Hotel beau Sejour (FF 650 pro Nacht). Mit Blick
aufs Meer und wundersamen 18 Grad bei Sonnenschein gedachten wir der Schneefälle
in der Schweiz. Zum Nachtessen gastierten wir in einem Fischspezialitäten-
Restaurant. Stifu konnte es nicht unterlassen, als Hauptgang
so Meeres-Engerlinge zu ordern. Nachdem er während einer halben Stunde
versucht hatte das wenige Fleisch in mühsamer Kleinarbeit zu ergattern, gab er,
obwohl der Teller noch halb voll war, entkräftet und noch immer hungrig auf.
3.
Tag
Das
Wetter zeigte sich nach dem Mittag nach einem sonnigen Auftakt bewölkt und kühl.
Deshalb zogen wir es vor, die nahegelegene Stadt St. Tropez zu besuchen. Diese
Idee hatten wohl auch noch andere, war doch auf der Strasse von St. Raphael bis
St. Tropez eine einzige Autokolonne zu registrieren, die wir jedoch mit den
Motorrädern elegant umfahren konnten. Von St. Tropez waren wir jedoch etwas
enttäuscht, bot doch diese Stadt nicht viel Sehenswertes. Auch konnten wir
nirgends einen Platz oder eine Strasse finden, die
nach dem ehrenwürdigen Louis de Funes benannt war.

St. Tropez
Auch auf dem Meer fand Otter wir Zeichen von Louis de Funes
160 km legten wir zurück.
Ein Conti Test zeigte Stifus Mike Holywood Replika etwa knappe 2 Dezibel lauter
aus Barums 900er Superport, welche jedoch immer noch lauter als Otter’s
Yoshimura posaunen durfte.
Dinniert
haben wir in einem empfehlenswerten Restaurant an der Front in St. Raphael.
4.
Tag, Ostern
Die
Sonne lachte uns am Morgen ins Gesicht. Mit der Meersicht vom Hotelzimmer aus
liess es sich leben. Das Morgenessen konnten wir der warmen Witterung wegen
draussen zu uns nehmen. Wir besuchten gegen Mittag den Tröderlmarkt am Fusse
des Meeres, wo Barum ein Autokunde-Buch in französischer Sprache zwecks
Auffrischung seiner Französischkenntnisse kaufte. Gegen Mittag kam relativ
starker Wind aus Richtung Meer auf (nicht
Mistral, der kommt vom Land). Um 14 Uhr sassen wir auf dem Hotelbalkon mit einem
Commentmässigen Stoff und verfolgten das Formel 1 Rennen vom Imola. Stifu
konnte es nicht unterlassen, als hartgesottener Kaltduscher ein erfrischendes
Bad im 12 Grad warmen Meer zu nehmen. Beim Nachtessen entschlossen wir uns
wieder für das Restaurant vom Vorabend.

Aussicht von unserem Balkon in St. Raphael
5.
Tag, Ostermontag
Trotz
schönem Wetter mussten wir St. Raphael verlassen und machten uns langsam auf
den Heimweg.

Na Otter, dass wäre doch was?

So gefällt uns Frankreich
Via
Mons, Castellane, Gap und Corps ging es Richtung Vizile. Nach Gap überzog sich
der Himmel immer mehr mit regengeladenen Wolken. Otter musste 5km vor der
Tankstelle in Corps tatsächlich das Benzin ausgehen, so dass aus Stifus Duc-Tank
3 Liter in Otters Sugi-Tank rübergeschöpft werden mussten. Wir überlegten in
Corps, ob wir nochmals im Hotel de la Poste gastieren sollen, entschlossen uns
dann aber weiterzufahren, solange es noch nicht regnete.
Vor
Vizile, nach 330 Tageskilometern,
fing es leicht an zu regnen, so dass wir dort im Hotel Sandra (FF 270 pro
Nacht) Quartier bezogen. Die hatten dort wohl gar nicht mit uns gerechnet, kam
doch die Heizung im Zimmer nie in Gang. Am Abend genossen wir wieder ein französisches
Menue mit anschliessendem Chartruese-Schnaps.
6.
Tag
Der
Tag fing gut an für Otter: Er hatte sein Portemonnaie nicht mehr. Nach
erfolgloser Suche schmeckte ihm nicht mal mehr die heisse Schokolade.
Als er die Suche schon aufgegeben hatte, entdeckte er das Gesuchte in der
Lederjackentasche. Uff, Schwein gehabt.
Die
Rückreise ging via Grenoble, Annecy Richtung Genf, Nyon und Bern wieder nach
Hause. In Nyon schafften wir es, uns noch zu verlieren. Aber Handy sei Dank,
hatten wir uns dann an der Schiffländte wiedergefunden, wo wir bei
Sonnenschein am Genfersee zu Mittag assen.
In
Payerne klinkte sich Otter aus, um am Militärflugplatz die startenden, die
Contis in der Lautstärke mehrfach übertreffenden F-18 Jets zu beobachten. Eine
schöne Reise ging damit nach total 1600km zu Ende.
20.04.2001,
Otter
Kleine
Notiz von Stifu: Otter hat erste Anstrengungen unternommen, um den Alpin an Barum
zu verkaufen. Gerüchte gehen die Runde, dass Otter mit dem Erlös wieder eine
Ducati kaufen will, wobei nicht bekannt ist, ob eine alte Königswelle oder eine
Monster S4. Aber Hauptsache mit Contis.....
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